Herz & Kreislauf
Unregelmäßiger Herzschlag, Schwäche oder Kollaps.
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Ja – sehr stark. Nadeln, Zweige, Rinde und Samen enthalten Taxus-Alkaloide. Eiben und ihr Schnittgut dürfen für Hühner nicht erreichbar sein.
CliniTox stuft die Europäische Eibe für Vögel als sehr stark giftig ein. Die Taxus-Alkaloide wirken vor allem auf Herz und Nervensystem. Anders als bei manchen reizenden Pflanzen kann eine schwere Vergiftung sehr schnell verlaufen.
| Pflanzenteil | Einordnung | Konsequenz |
|---|---|---|
| Nadeln | Sehr stark giftig Enthalten Taxus-Alkaloide; auch trocken problematisch. | Kein Zugang, abgefallene Nadeln entfernen. |
| Zweige und Rinde | Giftig Schnittgut wird am Boden leicht aus Neugier bepickt. | Nie im Auslauf lagern oder zerkleinern. |
| Roter Samenmantel | Sonderfall Das rote Fruchtfleisch gilt als ungiftig, umschließt aber den giftigen Samen. | Die ganze Frucht vorsorglich entfernen. |
| Samen | Giftig Der Samen enthält Taxus-Alkaloide. | Aufnahme sofort tierärztlich abklären. |
Taxin B und verwandte Alkaloide beeinflussen Natrium- und Calciumkanäle. Dadurch kann die normale Erregungsleitung des Herzens zusammenbrechen. Mögliche Folgen sind verlangsamter oder unregelmäßiger Herzschlag, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps und Herzstillstand.
Trocknen und Kochen machen Eibe nicht sicher. Der Wirkstoffgehalt kann außerdem nach Jahreszeit und Pflanzenteil schwanken.
CliniTox nennt historische Angaben speziell für Hühner. Solche Werte sind jedoch keine sichere Fütterungsgrenze: Schon wegen unterschiedlicher Tiere und Pflanzen darf daraus niemals eine unbedenkliche Menge abgeleitet werden.
Unregelmäßiger Herzschlag, Schwäche oder Kollaps.
Atemnot oder auffällig schnelle Verschlechterung.
Taumeln, Zittern, Krämpfe oder Teilnahmslosigkeit.
Speichelfluss, Durchfall oder Magen-Darm-Reizung.
Die Symptome sind unspezifisch. Bei beobachteter oder vermuteter Aufnahme nicht auf sichtbare Zeichen warten.
Am sichersten ist eine räumliche Trennung, bei der weder Zweige noch Nadeln oder rote Früchte in den Auslauf fallen. Bei einer bestehenden Eibenhecke muss auch die Windrichtung und der Bereich hinter dem Zaun kontrolliert werden.
Ja. Eiben sind für Hühner sehr stark giftig. Nadeln, Zweige, Rinde und Samen enthalten Taxus-Alkaloide, die vor allem Herz und Nervensystem schädigen können.
Fast die gesamte Pflanze ist giftig. Der rote, fleischige Samenmantel ist selbst nicht giftig, umschließt aber einen giftigen Samen. Deshalb gehören auch die roten Früchte nicht in Reichweite der Hühner.
Nein. Laut CliniTox verändern Trocknen oder Kochen die Konzentration der Taxus-Alkaloide nicht entscheidend. Auch trockenes Schnittgut bleibt gefährlich.
Die Herde sofort von der Pflanze trennen, Probe und Foto sichern und unverzüglich eine vogelkundige Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst kontaktieren. Nicht erst auf Symptome warten.
Ja. Taxus-Alkaloide wirken stark auf das Herz; schwere Vergiftungen können rasch zu Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen und Tod führen.