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Ayam Cemani
Das komplett schwarze Huhn aus Indonesien

Federn, Haut, Kamm, Fleisch, Knochen – alles schwarz. Der Ayam Cemani ist eines der faszinierendsten Hühner der Welt, trägt eine einzigartige Genmutation und hat eine jahrtausendealte Geschichte in Indonesien.

Vollständige Schwarzpigmentierung Aus Java/Indonesien 60–100 cremefarbene Eier/Jahr Selten & wertvoll
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Steckbrief

Ayam Cemani, Foto: Wikimedia Commons

Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA

MerkmalInfo
HerkunftIndonesien (Java/Zentraljava), Jahrtausende alte Landrasse
Gewicht Hahn2,0 – 2,5 kg
Gewicht Henne1,5 – 2,0 kg
EierfarbeCreme / Hellbeige (NICHT schwarz)
Eier/Jahr60 – 100
KammEinfachkamm – schwarz
BesonderheitFibromelanose: vollständige Schwarzpigmentierung aller Gewebe
CharakterAktiv, ruhig, etwas scheu
Preis100–300 € pro Tier bei seriösen Züchtern
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Herkunft & Geschichte

Der Ayam Cemani ist eine alte indonesische Landrasse, die besonders auf den Inseln Java und Sumatra beheimatet ist. "Ayam" bedeutet auf Bahasa Indonesia "Huhn", "Cemani" leitet sich von einem Ort in Zentraljava ab. Seit Jahrhunderten sind diese Tiere ein Teil der javanischen Kultur und werden rituell eingesetzt – das vollschwarze Erscheinungsbild galt als Zeichen besonderer spiritueller Kräfte.

In Europa wurde der Ayam Cemani erst in den 1990er Jahren durch den niederländischen Geflügelzüchter Jan Steverink bekannt. Er brachte die ersten Tiere nach Europa und legte den Grundstein für die heutige Hobbyhalter-Szene.

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Aussehen – Fibromelanose erklärt

Der Ayam Cemani trägt die Fibromelanose-Mutation – eine Hyperpigmentierung, bei der melaninproduzierende Zellen (Melanozyten) alle Körpergewebe durchdringen:

  • Federn – tiefschwarz, im Sonnenlicht grün-violett schimmernd
  • Haut, Kamm, Kehllappen – vollständig schwarz
  • Fleisch und Muskeln – dunkelgrau bis schwarz
  • Knochen – dunkelgrau bis schwärzlich
  • Innere Organe – stark pigmentiert
  • Blut – dunkel (aber nicht schwarz – enthält normales rotes Hämoglobin)
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Qualitätsmerkmal: Ein echter Ayam Cemani sollte vollständig schwarz sein – auch die Zunge, der Gaumen und die Zehen. Tiere mit pink/weißen Flecken an Zungenspitze oder Zehenballen sind keine reinrassigen Exemplare und deutlich preiswerter.
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Charakter & Wesen

Trotz seinem unheimlichen Äußeren ist der Ayam Cemani kein besonders schwieriges Tier. Er ist aktiv, alert und aufgeweckt – ähnlich wie andere aktive Leichtrassen.

  • Aktiv und alert – erkundet seinen Auslauf gerne
  • Relativ ruhig – ruhiger als viele andere Leichtrassen
  • Etwas scheu – kein typisches Schmusehuhn, braucht Zeit um Vertrauen aufzubauen
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Haltung & Pflege

Von der Haltung her stellt der Ayam Cemani keine ungewöhnlichen Anforderungen. Standard-Freilandhaltung mit ausreichend Auslauf und trockenem Stall ist ideal.

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Schwarzes Gefieder absorbiert Sonnenwärme – an sehr heißen Sommertagen für Schatten und kühles Trinkwasser sorgen. Gleiches gilt für den Australorp.

Besondere Anforderung: Wer Ayam Cemani züchten will, sollte sich intensiv mit Züchtern vernetzen und genau auf vollständige Pigmentierung der Tiere achten – Qualitätsselektion ist hier besonders wichtig.

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Legeleistung

Mit nur 60–100 cremefarbenen Eiern pro Jahr ist der Ayam Cemani ein sehr schwacher Leger. Zusätzlich neigt er zu langen Legepausen.

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Der Ayam Cemani ist kein Produktionshuhn. Wer ihn hält, tut das aus Faszination für die Rasse – nicht für die Eierproduktion. Für Eier gibt es deutlich bessere Rassen.
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Eignung – für wen ist der Ayam Cemani geeignet?

  • Rassegeflügel-Enthusiasten – einzigartige Optik, faszinierende Geschichte, anspruchsvolle Reinzucht.
  • Erfahrene Halter – Preis, Seltenheit und Qualitätsselektion erfordern Vorerfahrung.
  • Nicht für Eierproduktion – 60–100 Eier/Jahr ist für Selbstversorger viel zu wenig.
  • Nicht für knappes Budget – Anschaffung 100–300 €/Tier, Finden seriöser Züchter aufwändig.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind die Eier vom Ayam Cemani auch schwarz?

Nein – eines der häufigsten Missverständnisse. Die Eier sind cremefarben bis hellbeige. Die Fibromelanose-Mutation betrifft Haut, Federn, Fleisch und Knochen – aber nicht die Eischale, die aus normalem Kalziumcarbonat besteht.

Warum ist der Ayam Cemani komplett schwarz?

Die Fibromelanose-Mutation lässt Melanozyten (pigmentproduzierende Zellen) alle Körpergewebe durchdringen. Federn, Haut, Kamm, Fleisch, Knochen und innere Organe sind dadurch schwarz bis dunkelgrau. Das Blut enthält normales rotes Hämoglobin – es ist dunkler als normal, aber nicht schwarz.

Wie teuer ist ein Ayam Cemani?

Bei seriösen deutschen Züchtern 100–300 € pro Tier. Sehr günstige Angebote (unter 50 € für erwachsene Tiere) sind oft nicht reinrassige Exemplare ohne vollständige Pigmentierung. In Indonesien werden Ceremonial-Tiere teils für deutlich mehr gehandelt.

Legt der Ayam Cemani viele Eier?

Nein – 60–100 cremefarbene Eier pro Jahr, mit häufigen Legepausen. Das ist deutlich weniger als Leghorn (280–320) oder Rhode Island Red (200–280). Der Ayam Cemani ist kein Produktionshuhn.

Ist der Ayam Cemani für Einsteiger geeignet?

Bedingt. Die Haltung selbst ist nicht schwieriger als bei anderen aktiven Leichtrassen. Anspruchsvoller sind die Kosten, die niedrige Legeleistung und die Herausforderung, seriöse Züchter mit qualitativ hochwertigen, vollpigmentierten Tieren zu finden.

📅 Letzte Bearbeitung: 27. Juni 2026