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Ancona
Schwarzgescheckte Legerin aus Italien

200–260 weiße Eier pro Jahr und ein Gefieder, das mit dem Alter immer bunter wird: Die Ancona wird mit jeder Mauser weißer und lässt so ihr Alter am Federkleid ablesen.

200–260 weiße Eier/Jahr Schwarzgescheckt Mit Alter wechselndes Muster Aktive Legerin
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Steckbrief

Ancona-Huhn, Foto: Wikimedia Commons

Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA

MerkmalInfo
HerkunftItalien (Ancona), 19. Jahrhundert; in UK und USA weiterentwickelt
Gewicht Hahn2,5 – 3,0 kg
Gewicht Henne1,8 – 2,3 kg
EierfarbeWeiß
Eier/Jahr200 – 260
Eiergewicht55 – 65 g
KammEinfachkamm oder Rosettenkamm (je nach Varietät)
BesonderheitSchwarzgeschecktes Gefieder, wird mit jeder Mauser weißer
CharakterAktiv, lebhaft, alert
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Herkunft & Geschichte

Die Ancona stammt aus der italienischen Hafenstadt Ancona an der Adria. Im 19. Jahrhundert wurden Tiere nach Großbritannien und in die USA exportiert, wo amerikanische und britische Züchter die Legeleistung weiter steigerten. Heute gelten die britische und die amerikanische Linie als die reinsten Vertreter der Rasse.

In Deutschland ist die Ancona weniger verbreitet als Leghorn oder Sussex – was schade ist, denn sie kombiniert sehr gute Legeleistung mit einem optisch spektakulären Gefieder, das sich mit dem Alter verändert.

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Aussehen & Gefieder

Die Ancona ist eine leichte, schlanke Rasse mit aufrechter Haltung und lebhaftem Erscheinungsbild. Der Körperbau ähnelt dem Leghorn – kompakt und gut proportioniert.

Das Gefieder zeigt das unverwechselbare Schwarzgescheckte Muster: Jede Feder ist überwiegend grünlich-schwarz mit einer weißen V-förmigen Spitze. Das Ergebnis ist ein feines, dynamisches Scheckenmuster über den gesamten Körper.

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Alterseffekt: Das Mottling-Gen sorgt dafür, dass die weißen Federspitzen bei jeder Mauser anteilsmäßig größer werden. Junge Hennen sind fast vollschwarz, 4–5 Jahre alte Tiere können 40–50 % weiß sein. Am Gefieder lässt sich das Alter einer Ancona-Henne ablesen.
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Charakter & Wesen

Die Ancona ist lebhafter als schwere Zweinutzungsrassen, aber ruhiger als der Leghorn. Sie ist alert, neugierig und ein guter Futtersucher.

  • Aktiv und neugierig – erkundet den Auslauf ausgiebig
  • Guter Futtersucher – findet auf der Weide viel selbst
  • Alert – gute Wachsamkeit gegenüber Raubvögeln
  • Scheu und flüchtig – kein Schmusehuhn, lässt sich weniger anfassen als schwere Rassen
  • Flugfähig – kann niedrige Zäune überwinden
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Haltung & Pflege

Freilandhaltung ist optimal – die Ancona ist ein aktiver Futtersucher. Mindestens 4–5 m² Auslauf pro Tier, Zaun mindestens 1,5 m hoch (besser 1,8 m), da sie gelegentlich überfliegt.

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Kamm-Variante wählen: Hähne der Einfachkamm-Variante sind frostgefährdet. In kalten Regionen besser die Rosettenkamm-Ancona wählen oder Kamm und Kehllappen im Winter mit Vaseline schützen.
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Legeleistung

Mit 200–260 weißen Eiern pro Jahr ist die Ancona eine der produktivsten reinrassigen Legerinnen überhaupt – auf Augenhöhe mit dem weißen Leghorn. Die Eier sind mittelgroß und weiß.

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Eignung – für wen ist die Ancona geeignet?

  • Weiße Eier in hoher Stückzahl – nahezu auf Leghorn-Niveau, aber mit mehr Optik.
  • Optisch-interessierte Halter – das sich verändernde Gefieder ist einzigartig.
  • Erfahrene Halter – aktiver und scheuer als Anfänger-Rassen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was macht das Gefieder der Ancona so besonders?

Jede Feder ist schwarz mit weißer V-förmiger Spitze. Mit jeder Mauser werden die weißen Spitzen größer – alte Hennen können halb weiß sein. Das ist genetisch bedingt (Mottling-Gen) und kein Zeichen von Krankheit. Am Gefieder lässt sich das Alter einer Ancona-Henne ablesen.

Wie viele Eier legt eine Ancona?

200–260 weiße Eier (55–65 g) – sehr gut, nahezu auf Leghorn-Niveau. Für eine reinrassige Leichtrasse ist das eine der besten Legeleistungen überhaupt.

Ist die Ancona für Anfänger geeignet?

Bedingt. Aktiver und scheuer als Brahma oder Orpington, kann über niedrige Zäune fliegen. Für Einsteiger die gezielt weiße Eier wollen und einen sicheren Auslauf haben, ist sie eine Option – aber kein Anfänger-Allrounder.

Warum wird die Ancona mit dem Alter weißer?

Das Mottling-Gen (Mo) sorgt dafür, dass bei jeder Mauser die weißen Federspitzen anteilsmäßig größer werden. Ganz normaler genetischer Effekt dieser Rasse – kein Krankheitszeichen. Ab 4–5 Jahren können Hennen 40–50 % weiß sein.

Welche Kamm-Typen gibt es bei der Ancona?

Einfachkamm (häufiger, größer, bei Hähnen frostgefährdet) und Rosettenkamm (seltener, flach, deutlich frostresistenter). In kalten Regionen empfiehlt sich die Rosettenkamm-Variante.

📅 Letzte Bearbeitung: 27. Juni 2026