Strupphuhn
Lockiges Gefieder, ruhiges Wesen
Das Strupphuhn – auch Krauser oder Frizzle – trägt durch das Frizzle-Gen nach außen gerollte Federn, die ihm ein zerzauste, flauschiges Aussehen verleihen. Charakterlich ruhig und zahm, eignet es sich gut für Hobbyhalter die ein optisches Highlight suchen.
Steckbrief

Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA
| Merkmal | Info |
|---|---|
| Ursprung | Asien (exakte Herkunft unbekannt), weltweit verbreitet |
| Gewicht Hahn | 2,0 – 3,0 kg (variiert nach Grundrasse) |
| Gewicht Henne | 1,5 – 2,5 kg |
| Eierfarbe | Hellbraun bis Creme |
| Eier/Jahr | 80 – 160 (je nach Grundrasse) |
| Genetik | Frizzle-Gen (F) – unvollständig dominant |
| Besonderheit | Federn nach außen gebogen, schlechter Wetterschutz |
| Charakter | Ruhig, zahm, ausgeglichen |
| Standard | BDRG-anerkannte Rasse in Deutschland |
Herkunft & Geschichte
Das Frizzle-Gen taucht seit Jahrhunderten in Asien auf und wurde durch Handelsrouten weltweit verbreitet. Erste schriftliche Erwähnungen von lockigen Hühnern stammen aus dem 17. Jahrhundert. Das Gen ist nicht auf eine bestimmte Rasse begrenzt – es kann theoretisch in jede Rasse eingekreuzt werden, die dann als "gefrizzelt" gilt.
In Deutschland ist das Strupphuhn (auch: Krauser) als eigenständige Rasse beim BDRG eingetragen. In Großbritannien und den USA wird das Frizzle als eigene Rasse mit standardisiertem Körperbau geführt. In anderen Ländern gilt es nur als Farb- oder Gefiedervarietät.
Aussehen & Frizzle-Genetik
Das charakteristische Merkmal ist das lockige Gefieder: Jede Feder ist nach außen und vorne gebogen, anstatt glatt am Körper anzuliegen. Das Ergebnis ist ein üppiges, zerzauste Erscheinungsbild das an ein "flauschiges Tier" erinnert.
Charakter & Wesen
Das Strupphuhn ist charakterlich ruhig und ausgeglichen – das lockige Gefieder hat keinen Einfluss auf Temperament. Es ist zahm, lässt sich gut anfassen und eignet sich gut für Kinder.
- ✓Ruhig und zahm – eines der umgänglichsten Hühner
- ✓Kinder-freundlich – kein ausgeprägter Fluchtreflex
- ✓Herdenverträglich – keine Hackordnungsprobleme
Haltung & Pflege
Der wichtigste Unterschied zu anderen Rassen: Das Strupphuhn braucht einen trockenen, zugfreien Stall. Die nach außen gebogenen Federn bieten weniger Schutz vor Regen und Kälte als normales Gefieder.
- ✓Trockener Stall Pflicht – nasses Gefieder trocknet bei lockigen Federn langsamer
- ✓Windschutz – zugige Ställe vermeiden
- ✓Auslauf – bei trockenem Wetter problemlos, bei starkem Regen besser schützen
Legeleistung
Das Frizzle-Gen hat keinen direkten Einfluss auf die Legeleistung. Mit 80–160 Eiern pro Jahr (je nach Grundrasse) ist das Strupphuhn kein Hochleistungshuhn – aber für den Eigenbedarfsleger ausreichend.
Eignung
- ✓Optisches Highlight – unverwechselbares Erscheinungsbild, Hingucker in jeder Herde.
- ✓Anfänger mit trockenem Stall – zahm, ruhig, unkompliziert im Charakter.
- ✓Familien mit Kindern – sehr zahm, lässt sich gut anfassen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das Strupphuhn genau?
Ein Huhn mit dem Frizzle-Gen (F), das die Federn nach außen biegt statt sie glatt am Körper liegen zu lassen. In Deutschland als Strupphuhn oder Krauser bekannt, international als Frizzle. Beim BDRG als eigenständige Rasse anerkannt.
Wie entsteht das gekräuselte Gefieder?
Das Frizzle-Gen (F) ist unvollständig dominant. Ff-Tiere = klassisches Strupphuhn. FF-Tiere = extrem lockig und spröde (für Zucht ungeeignet). Richtige Paarung: Strupphuhn (Ff) × Glatthühner (ff) – ergibt 50 % Strupphühner, 50 % Glatthühner, keine FF-Tiere.
Sind Strupphühner empfindlicher als andere Rassen?
Bedingt. Die lockigen Federn bieten weniger Wetterschutz. Trockener, zugfreier Stall ist Pflicht. Bei starkem Regen und Kälte etwas genauer beobachten. In der warmen Jahreszeit völlig unkompliziert.
Eignet sich das Strupphuhn für Anfänger?
Ja – zahm, ruhig und ausgeglichen. Wichtigste Voraussetzung: ein trockener Stall. Wer das erfüllt, hat mit dem Strupphuhn ein unkompliziertes, optisch faszinierendes Tier.
Legt das Strupphuhn anders viele Eier?
Das Frizzle-Gen hat keinen direkten Einfluss auf die Legeleistung. 80–160 Eier/Jahr je nach Grundrasse. Kein Hochleistungshuhn – für Hobbyhaltung und Eigenbedarfsleger gut ausreichend.
📅 Letzte Bearbeitung: 27. Juni 2026