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Vorwerkhuhn
Deutsche Zweinutzungsrasse mit Goldgefieder

1913 in Hamburg gezüchtet, 2024 noch immer bemerkenswert selten: Das Vorwerkhuhn besticht durch sein charakteristisches Muster – schwarzer Kopf und Schwanz auf sattgoldenem Körper. 170–210 Eier, robust und typisch deutsch.

170–210 Eier/Jahr Goldgelber Körper, schwarzer Kopf Deutsche Rasse (1913) Zweinutzung
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Steckbrief

Vorwerkhuhn, Foto: Wikimedia Commons

Foto: Wikimedia Commons, CC BY-SA

MerkmalInfo
HerkunftDeutschland (Hamburg), 1913, gezüchtet von Oskar Vorwerk
Gewicht Hahn2,9 – 3,2 kg
Gewicht Henne2,3 – 2,8 kg
EierfarbeWeiß bis Creme
Eier/Jahr170 – 210
Eiergewicht55 – 65 g
KammEinfachkamm
BesonderheitCharakteristisches Farbmuster: schwarzer Kopf/Hals/Schwanz, goldgelber Körper
CharakterAktiv, ausgeglichen, relativ ruhig
ZwergformJa – Zwergvorwerk (Henne ca. 0,8–1,0 kg)
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Herkunft & Geschichte

Das Vorwerkhuhn ist eine echte deutsche Kreation. 1913 begann der Hamburger Züchter Oskar Vorwerk, eine neue Zweinutzungsrasse zu entwickeln, die optisch ansprechend und gleichzeitig wirtschaftlich robust sein sollte. Dafür kreuzte er Lakenvelder, Buff Orpington, Andalusier und Wyandotte miteinander.

Das Ergebnis war die Rasse, die heute seinen Namen trägt: ein mittelschweres Wirtschaftshuhn mit dem Farbmuster des Lakenvelders – aber statt Weiß mit sattem Goldgelb im Körperbereich. Die Rasse wurde vom BDRG anerkannt und wird bis heute von einer stabilen, kleinen Züchtergemeinschaft gepflegt.

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Das Vorwerkhuhn gilt als eine der weniger bekannten deutschen Zuchtschöpfungen. Es ist seltener als der Bielefelder, aber ebenfalls eine empfehlenswerte, bodenständige Rasse für den Kleinbestand.
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Aussehen & Farbmuster

Das Vorwerkhuhn hat einen mittelschweren, gut proportionierten Körper mit aufrechter Haltung. Der Kamm ist ein mittelgroßer Einfachkamm, die Beine sind schieferblau ohne Befiederung.

Das charakteristischste Merkmal ist das Zweifarbige Gefieder:

  • Kopf, Hals und Schwanz: Schwarz mit grünem Metallschimmer
  • Körper: Warm goldgelb bis lackenbraun

Das Muster ähnelt dem Lakenvelder stark – der Unterschied liegt im Körpergefieder: Weiß beim Lakenvelder, Gold beim Vorwerkhuhn. Im direkten Vergleich wirkt das Vorwerkhuhn deutlich wärmer und edler.

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Charakter & Wesen

  • Aktiv und aufgeweckt – erkundet sein Territorium gerne
  • Ausgeglichen – keine extremen Charaktereigenschaften, gut für gemischte Herden
  • Relativ zahm – ruhiger als Marans, aktiver als Orpington
  • Guter Futtersucher – nutzt Freilandflächen effizient
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Haltung & Pflege

Das Vorwerkhuhn ist unkompliziert in der Haltung. Als deutsche Rasse ist es für das mitteleuropäische Klima gut geeignet. Standard-Freilandhaltung mit mindestens 4 m² Auslauf pro Tier ist ideal.

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Das Vorwerkhuhn ist ein guter Futtersucher – es kann auf der Weide einen relevanten Teil seines Energiebedarfs selbst decken. Das senkt die Futterkosten bei Freilandhaltung.
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Legeleistung & Zweinutzung

Mit 170–210 weißen bis cremefarbenen Eiern pro Jahr ist das Vorwerkhuhn eine solide Legerin für eine Zweinutzungsrasse. Die Eier sind mittelgroß (55–65 g).

VergleichEier/JahrEierfarbe
Vorwerkhuhn170–210Weiß/Creme
Orpington150–200Hellbraun/Creme
Bielefelder200–250Braun
Sussex180–260Creme/Hellbraun

Als Zweinutzungsrasse liefern Hähne auch gutes Fleisch – mittlere Bemuskelung, aber deutlich besser als ein reines Legehuhn.

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Eignung

  • Optisch unverwechselbar – goldgelbes Gefieder mit schwarzem Kopf ist ein echter Hingucker.
  • Zweinutzung – gute Legeleistung und ordentliche Fleischleistung der Hähne.
  • Deutsche Rasse erhalten – wer regionale Rassen fördern will, trifft hier eine gute Wahl.
  • Anfänger mit Freilandhaltung – ausgeglichen, robust, keine Sonderanforderungen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was macht die Farbgebung des Vorwerkhuhns so besonders?

Schwarzer Kopf, schwarzer Hals und schwarzer Schwanz auf sattem Goldgelb im Körperbereich – dieses Zweifarbmuster ist unverwechselbar. Es ähnelt dem Lakenvelder, der aber einen weißen Körper hat. Das Goldgelb des Vorwerkhuhns wirkt edler und wärmer.

Wie viele Eier legt ein Vorwerkhuhn?

170–210 weiße bis cremefarbene Eier (55–65 g) pro Jahr. Gute Mittelklasse-Legeleistung für eine Zweinutzungsrasse – zwischen Orpington (weniger) und Bielefelder/Sussex (etwas mehr).

Was ist der Unterschied zwischen Vorwerkhuhn und Lakenvelder?

Gleiches Farbschema (schwarzer Kopf/Schwanz), aber der Lakenvelder hat reinweißen Körper, das Vorwerkhuhn goldgelben. Das Vorwerkhuhn ist etwas schwerer (2,3–2,8 kg vs. ~1,8 kg) und gilt als ruhiger. Der Lakenvelder ist häufiger; das Vorwerkhuhn ist die seltenere, robustere Verwandte.

Wo kann ich Vorwerkhühner kaufen?

Über den BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter) oder lokale Rassegeflügelvereine. Auf Rassegeflügelschauen im Herbst/Winter sind Vorwerkhühner regelmäßig vertreten. Keine Extremrarität – es gibt einen stabilen Züchterstamm in Deutschland.

Gibt es auch Zwerge vom Vorwerkhuhn?

Ja – das Zwergvorwerkhuhn trägt dasselbe Farbmuster, wiegt aber nur 0,8–1,0 kg (Henne). Beliebt für Halter mit wenig Platz, legt rund 120–160 kleine Eier pro Jahr.

📅 Letzte Bearbeitung: 27. Juni 2026